Fulminante Premiere von „Vorhang auf für Cyrano“

Nach so einer langen Zeit der Theater-Enthaltsamkeit und der Probenzeit seit Februar, war der Moment des ersten Applauses, beginnend mit dem Lichteinsatz und der Musik, ein gewaltiges Gänsehautgefühl. Das Premierenpublikum trug unser Ensemble vom ersten Augenblick an mit durch diesen denkwürdigen Abend voll Spiellust und Leidenschaft und machte es uns leicht, 45 unterschiedliche Figuren zum Leben zu erwecken – bis zu den Toren des Schillertheaters selbst.

Die Freude der zahlreichen Zuschauer:innen erfüllte uns dabei mit Glück und schenkte auch ein Stück Erleichterung – einfach auch, weil wir mit so viel Liebe und Einsatz an diesem Abend gearbeitet haben. Alle Beteiligten, die Theaterleitung rund um Martin Woelffer, Michael Forner und Miriam Wehde, die einzelnen Gewerke, die Regie von Christopher Tölle, die Assistenz von Lilian Siebert, das Kostüm und Bühnenbild von Heike Seidler, das Licht, die Technik, die Schreinerei, die Musik von Marian Lux, der Einlass, der Kartenservice, das Testzentrums-Team, Catering, der Abenddienst, die PR, die grafische Bearbeitung von Florian Dengler, die Verwaltung und Alexis Michalik’s Stück selbst (Deutsch von Kim Langner) – alle wurden mit diesem Erfolg in ihrer Arbeit bestätigt und belohnt.

„Zurück zum Theater“

Ein Kernsatz des Stückes steht hierbei für das Wiederaufleben der Kultur nach einer so intensiven und entbehrungsreichen Zeit. Uns hat das alle sensibilisiert – auch für die Wertschätzung der Momente des gesellschaftlichen Zusammenseins und des Autausches über die eigenen vier „Homeoffice“-Wände hinaus. Wir sind dankbar und beseelt, dass das Theater nach all den Strapazen und dem immer wiederkehrenden Verschiebens und Bangens endlich seine Tore für die Menschen der Stadt öffnen durfte und konnte.

Nun spielt das Ensemble, bestehend aus Vanessa Rottenburg, Birthe Wolter, Adisat Semenitsch, Michaela Hanser, Bianca Karsten, Philip Butz, Peer Martiny, Jörg Seyer, Frédéric Brossier, Esther Agricola, Dirk Schoedon, Björn Harras, Oliver Dupont und mir, Lorris Andre Blazejewski „Vorhang auf für Cyrano“ ensuite bis zum 4. Juli 2021. Wir sind über alle Maßen dankbar, für das Privileg wieder vor Publikum zu spielen und freuen uns über alle, die noch kommen werden!

Karten und Termine für die weiteren Vorstellungen findet ihr hier.

Herzlichst

Euer Lorris

Video: Cornelia Hargesheimer

Theater-PREMIERE: „Vorhang auf für Cyrano“ im Schillertheater Berlin am 13.06.2021

Vorhang auf für Cyrano - Foto von Franziska Strauss
Vorhang auf für Cyrano – Foto von Franziska Strauss

Deutschsprachige Erstaufführung von Alexis Michalik

Am 13.06.2021 um 18 Uhr feiert „Vorhang auf für Cyrano“ seine Premiere in der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater Berlin. Nach einem langen Porbenprozess, der bereits im Februar seinen Anfang nahm und nach der Corona-Pause sagen wir nun endlich: „Zurück zum Theater!“. Mit Spielfreude und Wahnsinn, mit Leidenschaft und viel Herz spielt das einzigartige Ensemble auf und erfüllt diesen alt-ehrwürdigen Theaterraum mit neuem Leben!

Text der offiziellen Website

„Vorhang auf für Cyrano“ ist eine Liebeserklärung an das Theater, ein Schauspiel-Fest voller Phantasie für alle, die den Irrsinn hinter, auf und vor der Bühne lieben. Eine mitreißende, temporeiche Komödie, in der 12 Schauspieler:innen 45 Rollen übernehmen. Erzählt wird die fiktive Entstehungsgeschichte von „Cyrano de Bergerac“.

1897 | Paris: Das Theater soll geschlossen werden, der einst berühmte Hauptdarsteller ist hochverschuldet und Edmond, der Autor, leidet an einer Schreibblockade – dabei soll sein neues Stück doch ein Welterfolg werden! Und zwar sofort, denn die Premiere muss in drei Wochen stattfinden, sonst geht das Licht aus auf der Bühne. Jetzt hilft nur noch ein Wunder. Das kommt in Form einer bezaubernden Garderobiere, die Edmond durch ihre schiere Anwesenheit zur Höchstform auflaufen lässt. Doch dann erhöhen die Kredithaie den Druck und der Gerichtsvollzieher will vor Ablauf der Frist das Theater schließen. Ist kurz vor dem Ziel alles am Ende? Niemals! So leicht geben sich die Kummer gewohnten Theaterleute nicht geschlagen und nehmen heldenhaft den Kampf auf – für einen Abend voller Magie und Irrsinn, denn: The show must go on!

Wir freuen uns auf Euch!

Premiere am 13.06.2021 um 18 Uhr | Hier gehts zu den Tickets.
Spieldauer: 2 Stunde 15 Minuten, inkl. Pause

Besetzung

Rosemonde, Rosine, Ankleiderin, Nonne Vanessa Rottenburg
Maria, Jacqueline, Roxane Birthe Wolter
Jeanne, Marceline, Adele, Roxane Esther Agricola
Sarah Bernhardt, alte Mimin, Kellnerin, Suzon Michaela Hanser (11.-16.6.2021)/Bianca Karsten (17.6.-4.7.2021)
Ange, Clarétie, Kritiker, Gast, Carbon, Fotograf, Fahrer Peer Martiny
Madame Honoré, Alte Rampensau, Journalist, De Guiche, Le Bret Adisat Semenitsch
Léo, Christian Frédéric Brossier
Feydeau, Méliès, Lucien, Maurice Ravel, Tchechow, Schaffner, Vicomte de Valvert, Nonne Oliver Dupont
Marcel, Gewandmeister, Direktor, Rezeptionist, Le Bret Jörg Seyer
Coquelin, Stanislawski, Cyrano Dirk Schoedon
Jean, Courteline, Zugführer, Gerichtsvollzieher, De Guiche, Ragueneau, Nonne Lorris Andre Blazejewski (11.-17.6., 26.-29.6. + 3.-4.7.2021)/Björn Harras (18.-25.6. + 30.6.-2.7.2021)


Leitung

Deutsch von Kim Langner
Bühne und Kostüm Heike Seidler
Komposition Marian Lux

 

Hauptrolle „MAIK BAER“ in der neuen ZDFneo-Serie „WIR“ – SEP 2021

ZDF / Oliver Feist
ZDF / Oliver Feist | Im Bild Schauspieler:innen (v.l.): Eva Maria Jost, Malick Bauer, Katharina Nesytowa, Erol Afsin, Natalia Rudziewicz, Lorris Andre Blazejewski und Le-Thanh Ho.

Mir ist das große Glück zuteil geworden, eine Hauptrolle in der neuen @zdfneo-Serie „WIR“ zu bekommen. Ich bin so dankbar für die große Chance, meine Schauspielkunst – zusammen mit einem traumhaften Ensemble – nun einem großen Fernseh-Publikum zeigen zu können. Der Weg bis zu diesem Erfolg ist lange, mit vielen Herausforderungen & bisweilen auch Rückschlägen gesäumt gewesen. Eines ist klar: Ich habe viele Menschen getroffen, die an mich geglaubt, die mich herausgefordert & auf dieser Reise begleitet haben! Dafür will ich mich herzlich bedanken – beginnend in der bedingungslosen Unterstützung seitens meiner Familie, über Freund:innen & Kolleg:innen bis hin zu Fremden, die mir ihr Vertrauen schenkten und im darauffolgenden Prozess zu neuen Wegbegleiter:innen wurden. Ich freue mich riesig.

Ab September 2021 wird diese Serie bereits in der @ZDFMediathek und auf ZDFneo zu sehen sein – bis dahin erwarten uns intensive und aufregende Drehtage am Set. Zum Glück wiederum mit wunderbaren Menschen & einem ganz besonderen Spirit, fiktional eine Welt zu erschaffen, in der wir gerne leben möchten. Jede Veränderung fängt wohl mit einer Utopie an… diese ist menschlich, divers, will in die Tiefe gehen & nimmt ihre Protagonist:innen in der Gänze ernst.

Als ich das Drehbuch zugesendet bekam, wusste ich, DAS will ich machen. Die Menschen meiner Umgebung haben mir keine Steine in den Weg gelegt – im Gegenteil: Sie haben alles Mögliche getan, damit ich dieses Projekt realisieren kann. Besonderer Dank geht an die @komoedieberlin und das Führungsteam um Regisseur Christopher Tölle, seine außergewöhnliche Assistentin Lilian Siebert und Kostümbildnerin Heike Seidler, sowie das einzigartige Ensemble bestehend aus Birthe Wolter, Vanessa Rottenburg, Esther Agricola, Adisat Semenitsch, Michaela Hanser, Bianca Karsten, Oliver Dupont, Jörg Seyer, Dirk Schoedon, Peer Martiny, Frédéric Brossier, Philip Butz und Björn Harras, sowie die Technik, Requisite, die Ankleiderinnen, die Maske, das Licht und die Musik – danke für all das Ermöglichen . Danke an @karimah_el_giamal : „Manchmal ist es Schicksal…“, an meine Agentin Angela Hobrig @agenturhobrig , an Mama @cornelia_hargesheimer , die mit mir das Casting erarbeitete, an meine Liebste Sandra Nauheimer @dasfreuleinbackt , die mich seit so vielen Jahren unterstützt! Sowie @damunofficial für die Transformation und seinen Glauben, @mariejoe_lle und @hannesschmid_official für die Freude und das Teilen des Schauspieler:innen-Weges , an meine Beste @julia.kern.7564 für „nen janzes Leben an Support“, an @anthony.hat.rueck_rat für sein wahrhaftes @rueck_rat & an dich Papa @zygmuntblazejewski für die große Kunst.

Hier geht es zu offiziellen Pressemitteilung.

Euer Lorris

Aus dem Leben eines Spielers

Ich will Euch was erzählen, ich weiß nicht, ob ihr das alles hören oder lesen wollt, aber ich will es einfach ausdrücken. Und deshalb schreibe ich meine  Gedanken einfach auf, ohne bewusst dem „Roten Faden“ zu folgen. Just das, was mir kommt, wenn ich einfach Spieler bin. Vielleicht ein Anfang von etwas Größerem, vielleicht auch nur ein Moment. Auf jeden Fall gespeist durch meine Erfahrungen als Schauspieler und Künstler – aus dem Leben des Spielers Lorris Andre Blazejewski.

Unsicherheit

Der Beruf des Schauspielers ist immer wieder geprägt von der Freiwilligkeit, sich in die Unsicherheit begeben zu wollen. Hinter jeder Tür liegt eine Entscheidung zwischen Erfolg und Scheitern. „Augen auf bei der Berufswahl!“ haben sie uns am Anfang des Studiums gesagt.
Wie recht sie damit hatten – und haben.

Spiel mir das Lied vom…

Es ist ein aufregendes Leben: Es ist durchwachsen, es hat schnell aufeinander folgende Hochs und Tiefs, es ist erfüllend und gleichzeitig bringt es manchmal undefinierbare Leere mit sich. Das „Spiel des Lebens“ ist wortwörtlich Kern des Ganzen und tausende Male spielen wir die Geschichten von Leben und Tod… lebensdurstig ohne zu sterben. Welch ein dramatischer Text, so theatralisch und doch so nah an der Realität des Spielers. So scheint es manchmal unreal, wenn geliebte Kolleginnen und Kollegen tatsächlich von uns gehen… bleibt doch so viel von ihnen da! Ein „Stück“ Geschichte und Unendlichkeit. Das ist kein Pathos, das ist ganz real!


Sowas wie Alltag

Wenn wir im festen Engagement sind, sehnen wir uns oft nach einer gewissen Freiheit. Wenn wir in Freiheit sind, stellt uns die finanzielle Abhängigkeit oft auf eine harte Probe und der Gedanke von Sicherheit kehrt zurück in unsere Köpfe.

Das Verrückte ist, dass diese paradoxen Gefühlswelten durchaus eine Art Elixier für den künstlerischen Geist sind. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, dass die größten Werke aus Krisen und schwierigen Zeiten hervorkommen sollen – sprich, aus der Unsicherheit. Allerdings erzählt der Rücklick auf mein Schaffen als Künstler genau diese Geschichte. Das ist schon paradox, denn die Kunst ist für mich so etwas Schönes und Erschaffendes, dass es seltsam anmutet, zu wissen, dass Zerstörung und Chaos die unmittelbaren und untrennbaren Zwillinge zu sein scheinen.

Gedankensprung

Der Schauspieler ist eine Person der Öffentlichkeit. Ob er will oder nicht. So oft erlebe ich, dass sich meine Zunft von der Abhängigkeit der öffentlichen Wahrnehmung loszusagen versucht. Jedoch ist der Beruf meiner Meinung nach unmöglich davon zu trennen: Die „Bekanntheit“, „Beliebtheit“ und „der Name“ sind unsere Währung. Sie bestimmen, wie regelmäßig wir für das Kino und den Film gebucht werden, wieviel ein Theater bereit ist, als Abendgage anzusetzen oder wie hoch frequentiert unsere Social Media-Accounts besucht werden.

All das bedeutet „Bare Münze“. Und wieder scheint sich hier ein Widerspruch aufzutun: Darf sich Kunst überhaupt verkaufen? Ich sage, dass sie sich verkaufen MUSS … ohne dabei ihr Seele zu verlieren. Das ist ein Spagat, aber er ist notwendig, da die Realität Miete, Strom-und Gasrechnungen und natürlich Familie und Privatleben mit sich bringt.

Pragmatisch bedeutet das: Arbeit. Arbeit bedeutet vor dem öffentlichen Auftritt vor allem Vorsprechen, Initiativ-Bewerbungen, Castings, Networking, Proben, Kommunikation und manchmal auch finanzielle Investition – unwissend (und unsicher), ob sich der Einsatz am Ende lohnen oder auszahlen wird. Zu Beginn der eigenen Karriere zählen noch die Erfahrung und Vita-Punkte, die man sich sichern kann, aber schnell wird klar, dass man lernen muss, den eigenen Wert einzufordern. „Der Applaus allein reicht nicht!“ und ja ihr habt recht, gleichzeitig bedeutet er alles…

Plötzliches Ende

Gedankenfragmente aus dem Leben eines Spielers. Bis zum nächsten Mal… Toi, toi, toi!